Über mich:
Geboren und aufgewachsen bin ich im Kanton Aargau, als erstes von drei Kindern. Meine Mutter war Holländerin und mein zweites Heimatland bedeutet mir viel. Schon früh wusste  ich, dass ich später mit Kindern arbeiten wollte. In meiner Freizeit liebte ich es, kleine Kinder spazieren zu fahren oder zu hüten.
1986 -1989 absolvierte ich die Ausbildung zur Kinderkrankenschwester KWS in Aarau. Ein grosser Teil der damaligen  Ausbildung bestand aus der Wochenbettpflege, welchen wir mit einem separaten Examen abschlossen. Das erste Jahr nach dem Diplom blieb ich dem Kantonsspital treu und arbeitete auf der Wochenbettstation.
Danach zog es mich fort, nach Bern. Ich bekam eine Stelle auf der Neonatologie des Kantonalen Frauenspitals, wie es damals noch hiess. Mit viel Freude und Engagement pflegte ich die Frühgeborenen. Die Mütter waren im gleichen Haus ganz nah und wurden von Anfang an in die Pflege ihrer Kinder miteinbezogen. So konnten wir die Eltern- Kind- Bindung auch unter erschwerten Bedingungen unterstützen. Das gefiel mir sehr gut. Ich half mit die Känguruhmethode zu etablieren und auch das unterstützende und schützende Einbetten der Kinder.
Nach 6 Jahren verliess ich die Neo und ging auf eine Reise. Danach nahm ich eine Stelle auf der Kinderintensivabteilung im Kantonsspital Chur an. Die Herausforderung war gross, mein Erfahrungsschatz wuchs. Trotzdem zog es mich wieder in meine Wahlheimat Bern und die Neonatologie dort zurück. Das Einbeziehen der Eltern in die Pflege war für mich die Essenz, die ich anderswo vermisste. Weitere Fortbildungen in Kinästhetic Infant Handling, basaler Stimulation folgten. Der grosse Umzug in die neue Frauenklinik am Inselspital  erlebte ich mit. Bald danach merkte ich zusehends, dass meine Zeit auf der Neo einem Ende zuging. In dieser Zeit entdeckte ich die Homöopathie, besuchte mehrere Kurse bei Daniel Jutzi, Oberhofen. Ich wollte mehr in der Gesundheitserhaltung tätig sein.

2004 verliess ich die Neonatologie entgültig und nach mehreren kurzen Temporäreinsätzen, begann ich ein Jahr später im Engeriedspital auf der Wochenbettabteilung. Zur gleichen Zeit lernte ich meinen jetzigen Mann kennen und ich meldete mich für die Erzählausbildung bei Mutabor, der Märchenstiftung an. 2008 wurde unsere Tochter geboren und ich wirkte vorläufig als Vollzeitmutter und Familienfrau, etwas später auch mit zwei Tageskindern.

Als die Kindergartenzeit meiner Tochter näherrückte, zog es mich wieder in den Beruf zurück. Als freiberufliche Fachfrau für ambulantes Wochenbett fand ich genau das Richtige für mich. Seit 2013 begleite ich Frauen und ihre Neugeborenen mit ihrer Familie mit viel Freude und Herz durch die ersten Wochen einer wunderschönen, anstrengenden Zeit  im Leben. Ich freue mich, Sie begleiten zu dürfen.

Auch die Märchenarbeit hat dabei ihren Platz. Je länger ich mich mit Märchen beschäftige desto mehr erkenne ich, dass sie viel mehr über das Leben aussagen, als allgemein bekannt ist.  Märchen können tief berühren, Trost spenden und Zuversicht geben. Ich wünsche mir offene Ohren und Herzen, damit dieser Schatz an Kultur und Lebensweisheit nicht verloren geht.


Ihre Eveline Stenzel